Saturday, 6 December 2008

Die Farben des Winters


Wenn wir im Winter abends vor dem Kaminfeuer sitzen und bei einem Glas Wein und selbstgemachten Mandelplätzchen die wohltuende Wärme aufsaugen, erleben auch wir hier im sonnigen Süden den Wechsel der Jahreszeiten. Im Winter verstärkt die Klarheit der Luft die Farbenpracht der Natur. Das Meer, das dunkelblau mit dem Horizont verschmilzt und die Orangenbäume, die mit ihren satten dunkelgrünen Blättern und ihren strahlenden energiegeladenen orangenen Früchten Sonnen nachahmen.

Wednesday, 26 November 2008

Eigenes natives Olivenöl


Um längere Standzeiten der geernteten Oliven und den hieraus resultierenden Säureanstieg zu vermeiden, wurden unsere Oliven am Folgetag frühmorgens in die Olivenmühle gebracht. Nachdem die Oliven gewaschen und von Blattresten befreit wurden, sind diese über ein Förderband zum Wiegen und anschließendem Mahlen transportiert worden. Der nach dem Mahlen entstandene Olivenbrei wurde nun langsam auf 37 Grad erwärmt und stetig gerührt. Eine höhere Temperatur würde zwar den zu extrahierenden Ölanteil steigern, aber unser Ziel war es, das möglichst beste, „kaltgepresste“ Öl zu gewinnen. Entgegen der landläufigen Meinung wurde der Olivenbrei nicht gepresst. Nach einer Stunde ist der Olivenbrei in eine Zentrifuge gepumpt worden. Mit wirklich ohrenbetäubendem Lärm wurde eine Emulsion aus Öl und Wasser aus dem Brei geschleudert. Erst nachdem die wässrige Flüssigkeit den Wasserabscheider passiert hatte, floss das reine, goldfarbene Öl aus der Leitung (siehe Bild). Glücklich und stolz verließen wir die Ölmühle mit 153 Liter nativen Olivenöl (rd. 14 % der Oliven). Dieses muss nun ca. 4 Wochen ruhen, damit sich die noch darin enthaltenen Schwebstoffe absetzen können. Unser gesamter Bedarf an eigenem Olivenöl ist damit gedeckt. Den Rest verkaufen wir an wirklich gute Freunde, die das Reine und Gute schätzen und dies honorieren.

Hier noch ein Link zum Thema Olivenöl : http://www.lebensmittellexikon.de/o0000090.php

Olivenernte bei unserem Nachbarn


Gegenüber von unserer Finca wurde vor Jahren eine mehrere Hektar große Olivenfinca in einige kleinere Parzellen aufgeteilt, die nun von überwiegend britischen Landsleuten bewirtschaftet werden. Da wir insbesondere letztes Jahr von der Qualität des Olivenöls angenehm überrascht waren, haben wir uns entschlossen, unserem Nachbarn bei der Olivenernte zu helfen.
Der Erntezeitpunkt war in Hinblick auf ein möglichst säurearmes Öl optimal gewählt. Nur 50 % der Früchte waren bereits dunkel verfärbt. Auch das Wetter spielte mit. Bei angenehmen 21 Grad war das Ernten Ende November ein echtes Vergnügen. Die rund 12 Jahre alten Olivenbäume, 40 an der Zahl, trugen im Schnitt 25 Kg Oliven. Um die bestmögliche Fruchtqualität sicherzustellen, haben wir unter den Bäumen Netze angebracht, um jeglichen Bodenkontakt der Früchte zu vermeiden. Auch wurden die Früchte weder heruntergeschlagen, noch maschinell abgeschüttelt, sondern von Hand mit einem kleinen Handrechen abgestreift. Binnen 4 Tagen gelang es uns 1071 Kilogramm zu ernten. Heute werden die Früchte in die Ölmühle gebracht…. Fortsetzung folgt.

Sunday, 16 November 2008

Getrocknete Schwarze Oliven - Ein Genuß


Da wir seit Jahren grüne Oliven auf verschiedene Arten (mit Chili oder Orangenschale oder Rosmarin etc.) einlegen, haben wir uns dieses Jahr entschlossen, neue Wege zu erschließen. Ein spanischer Freund des Hauses riet uns, es mal mit den reifen, schwarzen Oliven in der Sonne getrocknet und in Salz eingelegt, zu versuchen. Und tatsächlich mit unseren kleineren Sorte war das Ergebnis ein Traum. Nun versuchen wir es nochmal mit unseren kirschgroßen, saftigen Oliven. Die Prozedur ist natürlich aufwendiger, als sie so kurz geschrieben, klingt. Nach dem Pflücken per Hand, waschen wir die Oliven, sortieren die Schadhaften aus (leider einige, da wir keine Pestizide verwenden und somit die Maden der Olivenfliege bei den reifen Früchten fleißig zu Gange waren) und lassen Sie erstmal trocken werden. Dann legen wir sie auf einem Backblech aus und streuen ca. 1 Kilogramm grobes Salz darüber. Bei durchgehend schönem Wetter sind sie nach ca. 14 Tagen schön verrunzelt und nahezu getrocknet. Dann nur noch grob das Salz entfernen und den wunderbar aromatischen Geschmack genießen... .

Sunday, 9 November 2008

Avokadoernte 2008 Teil 1


Nachdem die Ernte der frühen Sorte Bacon bereits am 16.09. erfolgte, haben wir nun das Glück aufgrund der hervorragenden Wassersituation der Finca die Avokados der Sorte Hass teilweise zu ernten. Da wie gewöhnlich die ersten Preise für die Avokados bemerkenswert gut sind und ein frühes Abernten den Baum entlastet, hoffen wir, daß die verbleibenden Avokados gleichfalls schwerer als 250 Gramm werden und wir wieder dieses Jahr die 5 Tonnen-Schallmauer durchbrechen.
Es ist einfach überaus befriedigend, wenn beim Ernten die Früchte satt in der Hand liegen und die Fruchtkäufer schmeichelnd den Kontakt suchen.
Die Früchte werden an ortsansässige Fruchtgroßhändler verkauft, die wiederum die frische Ware bis nach Frankreich oder Deutschland exportieren.

Wednesday, 29 October 2008

Malolaktische Fermentation

Nachdem der Cabernet Sauvignon nun 14 Tage die malolaktische Fermentation mit Hilfe von O. Oeni vollbrachte, duftet der Jungwein wunderbar mit leicht butteriger Note. Der Apfelsäureabbau und der Zugewinn an Milchsäure hat der Tanninstruktur des Cabernet sichtlich gut getan. Heute wird der Jungwein abgezogen und in Arobas (spanische Glasballon) gefüllt. In das neue französiche Eichenfass wird der Wein allerdings erst ab Ende März gelagert, da dieses zur Zeit noch vom Pinot Noir belegt ist, welcher sich extrem gut entwickelt.

Kommendes Augenmerk liegt nun auf der Ernte der Avokados, welche im November beginnt...

Tuesday, 14 October 2008

Cabernet Sauvignon von der Finca

Gestern konnten wir unseren Cabernet Sauvignon ernten. Leider aufgrund der sehr braunen Blätter hat sich nicht mehr als 92 Oechsle Zucker in den Beeren eingelagert. Bei einem ph-Wert von 3,6 werden wir nach der Fermentierung den biologischen Säureabbau durchführen. Der Wein wird dann bis Ende März auf der Hefe gelagert und erst anschließend im Fass ausgebaut. Mehr unter:

Tuesday, 23 September 2008

Rotweinherstellung Pinot Noir

Dieses Jahr konnten wir bereits die Reben am 15.8.08 ernten. Bei 104 Oechsle und Maischegärung sollte bei einer Fermentierung bei 28 Grad der fruchtige Beerengeschmack erhalten bleiben. Der anschließende biologische Säureabbau gab dem Jungwein eine deutliche Steigerung an Volumen. Der Wein wird nun in einem neuen Fass aus dem Allier ausgebaut.
Bin gespannt, inwieweit der rubinrote Jungwein mit der Eiche harmoniert. Näheres unter http://www.finca-spain.de