Wednesday, 26 November 2008

Eigenes natives Olivenöl


Um längere Standzeiten der geernteten Oliven und den hieraus resultierenden Säureanstieg zu vermeiden, wurden unsere Oliven am Folgetag frühmorgens in die Olivenmühle gebracht. Nachdem die Oliven gewaschen und von Blattresten befreit wurden, sind diese über ein Förderband zum Wiegen und anschließendem Mahlen transportiert worden. Der nach dem Mahlen entstandene Olivenbrei wurde nun langsam auf 37 Grad erwärmt und stetig gerührt. Eine höhere Temperatur würde zwar den zu extrahierenden Ölanteil steigern, aber unser Ziel war es, das möglichst beste, „kaltgepresste“ Öl zu gewinnen. Entgegen der landläufigen Meinung wurde der Olivenbrei nicht gepresst. Nach einer Stunde ist der Olivenbrei in eine Zentrifuge gepumpt worden. Mit wirklich ohrenbetäubendem Lärm wurde eine Emulsion aus Öl und Wasser aus dem Brei geschleudert. Erst nachdem die wässrige Flüssigkeit den Wasserabscheider passiert hatte, floss das reine, goldfarbene Öl aus der Leitung (siehe Bild). Glücklich und stolz verließen wir die Ölmühle mit 153 Liter nativen Olivenöl (rd. 14 % der Oliven). Dieses muss nun ca. 4 Wochen ruhen, damit sich die noch darin enthaltenen Schwebstoffe absetzen können. Unser gesamter Bedarf an eigenem Olivenöl ist damit gedeckt. Den Rest verkaufen wir an wirklich gute Freunde, die das Reine und Gute schätzen und dies honorieren.

Hier noch ein Link zum Thema Olivenöl : http://www.lebensmittellexikon.de/o0000090.php

Olivenernte bei unserem Nachbarn


Gegenüber von unserer Finca wurde vor Jahren eine mehrere Hektar große Olivenfinca in einige kleinere Parzellen aufgeteilt, die nun von überwiegend britischen Landsleuten bewirtschaftet werden. Da wir insbesondere letztes Jahr von der Qualität des Olivenöls angenehm überrascht waren, haben wir uns entschlossen, unserem Nachbarn bei der Olivenernte zu helfen.
Der Erntezeitpunkt war in Hinblick auf ein möglichst säurearmes Öl optimal gewählt. Nur 50 % der Früchte waren bereits dunkel verfärbt. Auch das Wetter spielte mit. Bei angenehmen 21 Grad war das Ernten Ende November ein echtes Vergnügen. Die rund 12 Jahre alten Olivenbäume, 40 an der Zahl, trugen im Schnitt 25 Kg Oliven. Um die bestmögliche Fruchtqualität sicherzustellen, haben wir unter den Bäumen Netze angebracht, um jeglichen Bodenkontakt der Früchte zu vermeiden. Auch wurden die Früchte weder heruntergeschlagen, noch maschinell abgeschüttelt, sondern von Hand mit einem kleinen Handrechen abgestreift. Binnen 4 Tagen gelang es uns 1071 Kilogramm zu ernten. Heute werden die Früchte in die Ölmühle gebracht…. Fortsetzung folgt.

Sunday, 16 November 2008

Getrocknete Schwarze Oliven - Ein Genuß


Da wir seit Jahren grüne Oliven auf verschiedene Arten (mit Chili oder Orangenschale oder Rosmarin etc.) einlegen, haben wir uns dieses Jahr entschlossen, neue Wege zu erschließen. Ein spanischer Freund des Hauses riet uns, es mal mit den reifen, schwarzen Oliven in der Sonne getrocknet und in Salz eingelegt, zu versuchen. Und tatsächlich mit unseren kleineren Sorte war das Ergebnis ein Traum. Nun versuchen wir es nochmal mit unseren kirschgroßen, saftigen Oliven. Die Prozedur ist natürlich aufwendiger, als sie so kurz geschrieben, klingt. Nach dem Pflücken per Hand, waschen wir die Oliven, sortieren die Schadhaften aus (leider einige, da wir keine Pestizide verwenden und somit die Maden der Olivenfliege bei den reifen Früchten fleißig zu Gange waren) und lassen Sie erstmal trocken werden. Dann legen wir sie auf einem Backblech aus und streuen ca. 1 Kilogramm grobes Salz darüber. Bei durchgehend schönem Wetter sind sie nach ca. 14 Tagen schön verrunzelt und nahezu getrocknet. Dann nur noch grob das Salz entfernen und den wunderbar aromatischen Geschmack genießen... .

Sunday, 9 November 2008

Avokadoernte 2008 Teil 1


Nachdem die Ernte der frühen Sorte Bacon bereits am 16.09. erfolgte, haben wir nun das Glück aufgrund der hervorragenden Wassersituation der Finca die Avokados der Sorte Hass teilweise zu ernten. Da wie gewöhnlich die ersten Preise für die Avokados bemerkenswert gut sind und ein frühes Abernten den Baum entlastet, hoffen wir, daß die verbleibenden Avokados gleichfalls schwerer als 250 Gramm werden und wir wieder dieses Jahr die 5 Tonnen-Schallmauer durchbrechen.
Es ist einfach überaus befriedigend, wenn beim Ernten die Früchte satt in der Hand liegen und die Fruchtkäufer schmeichelnd den Kontakt suchen.
Die Früchte werden an ortsansässige Fruchtgroßhändler verkauft, die wiederum die frische Ware bis nach Frankreich oder Deutschland exportieren.